Beitrag mit Audio 
Mittwoch, 20. Juli 2016
Von: Phil Osof
 

Amerika ist groß! Amerika muss einem vor allem dann groß vorkommen, wenn man dem Vorhaben nachgeht, von Norden nach Süden zu radeln. Armin Lünser beendete im April 2013 seine Vorbereitungen für eine Reise, die fernab von normalen Städtetrips und Erholungsurlauben einen außergewöhnlich natürlichen Einblick über ein Land bieten kann. (Dieser Beitrag wurde remastered und transkribiert und passt einfach auch noch mal in den Sommer 2016.)

Phil: Die Phil Osof Radioshow heute mit Armin Lünser – per Skype zugeschaltet. Du sitzt in Berlin gerade, wenn ich das richtig verstanden habe?

Armin: Ganz genau.

Phil: Per Skype ist das ja so eine Sache. Du könntest auch in Australien sitzen. (Du) bist aber auch gar nicht mehr so lange in Deutschland, ne? Du wirst jetzt bald – nämlich im April – aufbrechen nach Amerika und du wirst eine große Fahrradtour machen.

Armin: Ganz genau. Ein mal von Kanada bis zur Südspitze.

Phil: Ein ziemlich langer Weg, oder?

Armin: Ja, das sind gut  25.000 Kilometer.

Phil: Das ist aber dann auch dein Reisetyp, quasi? Sowas machst du gerne, oder?

Armin: Ehrlich gesagt: So eine große Tour habe ich noch nie gemacht. Ich habe mal eine kleine Tour vor einem Monat gemacht, um das mal auszuprobieren. Aber ne: Komplettes Neuland für mich.

Phil: Du sagtest eben, du packst. Geht es jetzt schon los?

Armin: Na los geht es erst Ende April. Aber ich bin jetzt schon ausgezogen Ende Januar, weil ich ja jetzt bis anderthalb Stunden vor meinem Praktikum noch Prüfungen schreibe und dann direkt zwei Monate ein Praktikum habe. Ein ganz gut bezahltes habe ich mir ausgesucht. (Lacht) Man könnte ahnen, wieso. Ja, und das heißt, ich bin jetzt schon fleißig am packen. Heute ist der Plan, mein Zimmer in Berlin soweit auf Vordermann zu bringen, dass auch noch andere Leute drin wohnen können. Und eben auch schon fertig zu packen. Also ich muss mein Fahrrad jetzt schon losschicken, weil mit Fluggesellschaften macht das überhaupt keinen Spaß. Vor allem bis zu meinem Startort sind es drei Flüge und da könne man schon fast unter Garantie davon ausgehen, dass mein Fahrrad nicht in dem Zustand ankommt, in dem ich das da gerne hätte – beziehungsweise überhaupt ankommt. Dementsprechend muss das jetzt vor meinem Praktikum noch verpackt und losgeschickt werden.

Phil: Krass, also es kann sein, dass dein Fahrrad quasi gar nicht ankommt. Wie halt ein normales Gepäckstück verloren gehen kann?

Armin: Das ist extrem schwierig. Also ein Fahrrad sprengt halt so alles, was die Gepäckgrößen angeht. Erst mal kannst du fast gar nicht normal im Internet buchen, weil normale Internetbuchungen über diese schönen Vergleichsseiten sind halt meistens nur Standardflüge. Das heißt, wenn du den Flug rausgesucht hast, musst du dann erst mal bei der Fluggesellschaft hinkriegen, dass sie dir eine Garantie geben, dass sie das auch mit transportieren. Und das kann meistens nur bei der Buchung gemacht werden. Diese günstigen Angebote gibt es dann aber nicht auf diesen Seiten direkt. Das heißt: Ach, es ist arg kompliziert. Und um diesen ganzen Schmus, dass ich mein Fahrrad mit in das Flugzeug nehme, zu umgehen, habe ich mir gesagt: Okay, ich schicke es einfach ein bis zwei Monate vorher schon zu meinen Freunden, wo ich anfange. Die nehmen mein Paket einfach entgegen, geben mir auch eine Rückmeldung „Hey ja, Fahrrad ist angekommen“ oder „Da müssen wir noch was machen“. Dann bin ich wenigstens drauf vorbereitet und warte nicht wochenlang auf mein Fahrrad.

Phil: Aber ein Ersatzfahrrad oder so hast du nicht. Also wenn es verloren geht, dann ist es weg.

Armin: Das auf jeden Fall. Ich könnte mir auch ein Ersatzrad gar nicht leisten. Ich habe mir schon ein schickes geholt. Ein schönes Stevens mit gutem Getriebe und so weiter und so weiter. Wie gesagt, ich kann mir ein zweites einfach nicht leisten. Das ist schon edel und für solche großen Touren gemacht. Ja, und the worst case wäre, wenn es jetzt wirklich weg kommt: Ich habe eine Fahrradversicherung. Das heißt, bis das durchgewuselt ist – zwei bis vier Wochen – und dann könnte ich in den Laden gehen und mir ein neues kaufen. Aber nein, ein Ersatzrad habe ich leider nicht.

Phil: Die geplante Fahrradtour von Nord- bis Südamerika – das wird ein ganzes Jahr lang dauern. Wohin wirst du das Rad denn schicken? Wo soll es genau losgehen?

Armin: Naja mein Plan war ursprünglich von Anchorage in Alaska bis hin zu der lustigen Idee, wirklich an der Nordspitze von Alaska zu starten. Das wäre dann wirklich die extremste Variante. Aber das klappt leider nicht ganz. Es gibt ein paar Jahreszeiten, auf die ich festgenagelt bin, und natürlich gibt es auch noch mein Studium nebenbei. Das heißt, ich kann mir nicht mehr als zwei Semester frei nehmen. Und ich könnte gar nicht regulär starten. Der normale Rhythmus ist: Ab April fängt das Sommersemester an. Ich könnte im April in Alaska nicht mal starten, weil da die Pässe noch zugeschneit sind.

Phil: Achso.

Armin: Das heißt, ich müsste dann noch mal warten auf den perfekten Moment und dann irgendwie losfahren. Also auch noch mal so ein kleines Ding der Unmöglichkeit, weswegen ich mich dagegen entschieden habe und einfach ab Vencouver starte. Da habe ich Kanada auch noch mit dabei. Gut, jetzt nicht so viel, aber da habe ich auch den Riesenvorteil, dass ich da Leute kenne, bei denen ich unterkommen kann.

Phil: Und was machst du dann an den Orten, Wo du niemanden kennst? Zelten!

Armin: Der Plan war ursprünglich wirklich sehr sehr sehr viel zelten. Der Plan wird wahrscheinlich gar nicht so umgesetzt, weil man das gar nicht machen muss. Es gibt nämlich zwei Internetseiten. Die eine kennst du wahrscheinlich: Das ist Couchsurfing. Und die andere heißt „Warm Showers“. Das sind beides ziemlich ähnliche Seiten. Couchsurfing kennst du ja sicher. Du schreibst irgendwelche Leute in irgendwelchen Städten an, die auf dieser Seite ihre Wohnung anbieten, wo man für eine Nacht oder zwei – ja nachdem, wie lange man es miteinander aushält unterkommen kann. Die zeigen einem irgendwie die Stadt, man kocht zusammen und erlebt was zusammen und so weiter. Und das ist „Warm Showers“ im Grunde auch – nur halt speziell für Fahrradfahrer. Da heißt es dann nicht, man geht zusammen auf eine Party, sondern „Hey, ich stell dir einen Topf Nudeln hin. Und ich weiß, wo der nächste Fahrradladen ist.“ Aber so vom Prinzip ist es das Gleiche. Du kommst unter, kriegst eine Dusche – es heißt ja nicht umsonst „Warm Showers“ – man tauscht sich aus und es ist halt kostenlos, auf Community-Basis.

Phil: Wie groß ist die Community da? Also nicht von „Warm Showers“ sondern insgesamt von den Radfahrern, die dann zum Beispiel so eine große Tour machen?

Armin: Mich hat erstens überrascht, wie viele das machen. Es scheinen jedes Jahr wirklich zwei, drei Dutzend Leute zu geben, die diese Panamericana-Tour. Da hätte ich mit weniger gerechnet. Und es gibt ganz viele Leute, die halt stückchenweise davon fahren. Man hat das Ganze irgendwie mit der Intension angefangen, mal was eigenes, etwas verrücktes zu machen. Aber es scheint ja doch einige zu geben. Nichtsdestotrotz ist es unglaublich schwer, Mitfahrer zu finden. Ich weiß nicht. Mit diesem Problem kämpft wahrscheinlich jeder, der so eine Tour plant. Ich habe über einem Jahr vor Reisebeginn angefangen, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis zu suchen und bin ehrlich gesagt auch immer noch nicht fündig geworden. Das heißt, derzeit plane ich, das Ding wirklich alleine zu fahren und wenn ich auf der Tour Fahrradfahrer treffe, mit denen ein bisschen was zu machen.

Phil: Du hast jetzt schon trainiert. Du bist ja schon durch Deutschland gefahren und bist von Leipzig sogar bis Nizza gedüst, oder?

Armin: Ja, Dresden.

Phil: Von Dresden nach Nizza. Und das bist du aber auch alleine gefahren, oder?

Armin: Ja, also fast komplett allein. Von daher kenne ich die Vor- und Nachteile von alleine und zusammen fahren und ganz gut. Die erste Reise habe ich fast komplett alleine gemacht und ich habe zwei Schweden getroffen. Mit denen bin ich über eine Woche zusammen gefahren. Das war echt schön. Vor allem, weil man mal die andere Seite kennengelernt hat. Und alleine fahren hat den Riesenvorteil, dass du das Tempo alleine bestimmen kannst. Du bist auf niemanden angewiesen, du musst auf niemanden warten. Man eckt nicht mit irgendwelchen anderen Leuten an, sondern wenn man jemanden trifft, dann quatscht man so lange, wie man Lust hast, macht solange was mit ihm wie man Lust hat. Man kann sich auch ohne Probleme wieder trennen. Man hat überhaupt keine Probleme. Also zum Beispiel die, die ich in Frankreich getroffen habe, waren alles so „Guck mal! Da gibt es ein super Angebot für Joghurt – nur 20 Cent, jey!“ Und ich denke: „Mein Gott, Leute, wir sind in Frankreich. Das ist doch eine Sünde, hier nicht essen zu gehen…“ Dafür ist Zusammenfahren wieder unglaublich schön, weil man  einfach Erlebnisse teilen kann. Man kann quatschen… . Man muss erst mal ein paar Tage alleine gewesen sein, um dieses Zusammensein dann wieder zu genießen, aber auch eben andersherum.

Phil: Hast du einen mp3-Player dabei? Was hörst du dann? Ist das abhängig von der Stimmung oder wie entscheidest du, welche Musik jetzt gerade in dein Ohr kommt?

Armin: Ich muss ehrlich gestehen, dass ich keinen mp3-Player habe. Ich hatte nie einen und ich will mir auch keinen holen. Ich genieße die Welt um mich herum gerne so, wie sie auf mit einströmt. Sei es eben wirklich in Strömen im Regen – aber ne, nie mit Musik. Ich weiß auch nicht, wieso.

Phil: Wirklich? Beim Spazierengehen mag ich auch ganz gerne, einfach mal die pure Natur und die Geräusche auf mich wirken zu lassen. Ich merke allerdings, dass es mir dann auch irgendwann zu still wird. Und dann denke ich, wenn ich dann ein Jahr lang unterwegs bin …

Armin: Man muss dazu auch sagen, dass allein Radfahren wunderbar ist, wenn man sich komplett seinen eigenen Gedanken hingeben kann. Also womit ich überhaupt nicht gerechnet habe – auch nicht auf der einmonatigen Frankreich-Tour – ist, dass es so viel anders als normales Reisen ist. Normales Reisen ist bei mir eine Städtetour, Leute besuchen, Kultur, Sehenswürdigkeiten, auch mal gerne Natururlaub, Wandern und so weiter … und du hast ständig irgendeinen Plan. Ich war allerdings nun zum Beispiel eine Woche in Moskau und habe mir nicht fertig gebaute Schlösser angeguckt. Das würde ich sonst einfach nicht machen. Du bist so durchgetacktet, weil du das Gefühl hast, etwas zu verpassen. Das ist auf seine Art auch schön, doch es ist komplett anders, wenn du mit dem Fahrrad unterwegs bist. Du bist dir komplett selbst überlassen. Also ich nehme mir zumindest mein Hamsterrad auf einen normalen Urlaub immer mit und das ist bei Fahrrad so ganz anders. Du bist mal komplett  für dich alleine und du kannst über alles nachdenken. Ich habe mir ein Tagebuch letztes Mal mitgenommen und habe mir dann ein zweites Tagebuch geholt, wo ich nicht hingeschrieben habe, was ich gemacht habe. Das ging über philosophische und ökonomische Fragestellungen, mit denen ich mich gerne beschäftige, bis zu „Wie wird mal mein Haus aussehen?“ Welche architektonischen Tricks denke ich mir da aus, welche Stile gefallen mir? Dann verarbeite ich, was ich auf der Reise sehe. Also ich meine, Frankreich ist ja architektonisch und vom Essen her ein Erlebnis in beider Hinsicht. Mit Versuchen also, zu rätseln, woraus die Gerichte gemacht wurden; wie sie zubereitet wurden und was da für Zutaten drin waren. Manchmal habe ich einfach nach einem halben Tag nachdem ich gegessen habe, angehalten, habe mein Notizbuch rausgerissen und habe aufgeschrieben: „Scheiße, da war Senf drin! Da war ursüßer Senf drin!“ Und dass man sich einfach komplett mit sich selbst beschäftigen kann – ich weiß, das klingt merkwürdig – sowas war eine komplett neue Erfahrung für mich auf der Fahrradtour, was mich darin bestärkt hat, jetzt auch die große zu machen.

Phil: Ist es dann so, dass du so einen „Robinson-Crusoe“-Ausflug verstärkt weiterhin planst oder machst du jetzt erst mal die Amerika-Tour und schaust danach, wie es weitergeht?

Armin: Ganz im Ernst, schätze ich die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering ein, dass ich nach dieser Tour sage: „Mein Hintern, mein Kopf und meine Beine sagen alle zusammen: Nie wieder Fahrrad!“ Ne, ganz im Ernst: Sowas ist natürlich ein Sprung ins Unbekannte, ins Ungewisse und auch nicht ins Ungefährliche. Ganz im Ernst: Ich will mir die Welt ein mal geben mit voller Kelle. Und wenn ich danach nur noch sage: „Hey, Deutschland ist das schönste Land der Welt und mein Sofa ist der schönste Ort der Welt“ dann habe ich das auch dadurch gelernt. Ich habe noch nicht im Ansatz eine Tour danach geplant. Also die Welt ist groß, ich will sie sehen, aber ne ich bin zurzeit so eingetacktet hier in meiner Vorbereitet, dass ich da noch nicht Ideen und Pläne zu weiteren Touren habe.

Phil: Zum Thema Finanzierung: Du sagst, du machst jetzt ein Praktikum, wo du gut Geld verdienst. Kann man damit überhaupt das ganze Jahr abdecken oder wirst du vor Ort auch noch etwas machen müssen, damit du das finanzieren kannst? Oder ist das überhaupt gar nicht machbar?

Armin: Wie soll man sagen? Es ist erstens immer eine Art, wie man reist. Man finanziert irgendwie etwas gegen – das heißt, was einem die Reise kosten wird. Aber da kann man extrem unterschiedlich reisen. Ich habe teilweise von Reisen gelesen und gehört, dass da Leute mit 3.000 Euro im Jahr hingekommen sind, wenn sie da durch Südamerika gefahren sind. Das heißt: Bananen, Wasser, Zelten. Irgendwo unterkommen, vielleicht noch die Gastfreundschaft in Anspruch nehmen, gute Freunde kennen. Das wäre dann der Minimaltrip. Ich habe schon eine ganze Ecke mehr eingeplant, weil ich ein Land auch kulinarisch entdecken will. Ich werde jetzt nicht in Hotels gehen – dafür ist mir mein Geld zu schade. Aber ich will Sachen essen können. Ich will Paläste besuchen können. 10 Euro sind mir nicht zu schade, wenn ich damit ein Weltkulturerbe angucken kann. Ich will für sowas Geld haben und da kommt schon einiges zusammen. Also ich habe jetzt auf die Reise 10 bis 12 oder 15 Tausend geplant. Das ist so mein geplant. Das ist so mein Spielraum. Und jetzt ist die Frage, wie das natürlich zusammenkommt. Ich habe mir eine ganze Ecke vorverdient muss man dazu sagen. Und ich habe das so organisiert, dass das während meines Studiums ist und das ganze als Studienreise und eben auch als Regelstudienzeit noch gilt. Das heißt, ich bekomme auch weiterhin Unterhalt. So deckt sich das halb zu halb. Ich will nicht auf der Reise arbeiten und ich kann es auch nicht. Es geht einfach darum, dass ich ein gewisses Pensum an Kilometern schaffen muss und wenn ich dann noch anfange zu arbeiten, besteht die Reise aus 110 Kilometer am Tag schrubben, schrubben, schrubben, schrubben, eine Woche bleiben und arbeiten, arbeiten, arbeiten. Dann habe ich von meiner Reise herzlich wenig außer gut trainierte Oberschenkel.

Phil: Wie kamst du auf die Idee? Wie kam es dazu, dass du gesagt hast: „Ich mache jetzt eine solche Reise!“? Bist du morgens aufgewacht und dachtest: „Oh, Fahrradfahren durch Amerika? Tolle Idee!“ ..?

Armin: (lacht) Also das ist ehrlich gesagt Stück für Stück entstanden. Ich glaube, ein guter Kumpel von mir, der Radfahrer war da der Ursprung dieser Idee. Der wollte irgendwas machen, was noch niemand gemacht hat. Der ist mit den unsinnigsten Ideen angekommen. Irgendwie von hier bis zum Himalaya auf dem Tandemfahrrad oder so. Lauter so unsinnige Sachen. Und irgendwann meinte er: „Hey! Panamericana! Klingt doch super, oder?“ Ich habe die Idee ernst genommen, ernster als er, habe dann ein bisschen geplant, recherchiert, angeguckt, wo es dann überall langgehen würde. Und dazu kam noch, dass ich doch ein gewisses Fable für Südamerika habe. Wir haben jede Menge Freunde aus Südamerika, Bekannte auch. Ich war schon drei mal da, meine Mutter hat da schon mal gearbeitet, mein Bruder hat da jetzt bald sein Auslandsjahr in der 11. Klasse. Diese Idee ist irgendwo mal durch meinen Freund entstanden und ist dann in mir gewachsen. Und als ich ihm das dann auf den Tisch geknallt habe und gemeint habe: „Hey, ich habe es mal durchgerechnet. Wenn wir dann und dann anfangen: Das schaffen wir!“, war er so perplex. Er war am Anfang noch ein bisschen mit dabei, doch er ist dann abgesprungen. Einfach es ja in jeder Hinsicht eine riesige Tour ist: Sowohl körperlich, mental als auch zeitlich. Es gibt so viele Faktoren, die stimmen müssen, damit man das machen kann. Ja, bei ihm hat dann einfach die Zeit gefehlt.

Phil: Du hast Tagebuch geführt auf deiner Tour durch Deutschland und Frankreich. Wirst du Tagebuch führen, das wir lesen können, in Amerika?

Armin: Das ist der Plan! Ich werde auf jeden Fall einen Blog aufsetzen und einen guten Kumpel von mir einsetzen, damit er diesen Blog pflegt und ihm dann halt immer Fotos und Berichte zukommen lassen, die er dann da einpflegen kann. Der ursprüngliche Plan war, das mal auf Facebook zu machen. Doch ich habe meine Facebook-Sicherheitsstandards sehr hoch gestellt und ich habe auch eine Menge Freunde, die gar kein Facebook mögen. Deswegen werde ich auf jeden Fall noch einen eigenen Blog hochstellen. Aber wie der genau heißt und wann ich den genau einrichte … . Ja, er sollte bis April fertig sein, naja, keine Ahnung.

Phil: Das kann man ja dann auf jeden Fall noch mal streuen. Ich wünsche dir viel Spaß und viel Glück vor allem, dass da keine Unfälle passieren. Radsport ist ja auch nicht gerade sehr ungefährlich.

Armin: Ne, ich bin da auch schon zwei, drei Mal hingefallen. (Lacht)

Marc-Philipp Schneider (Phil Osof) arbeitet und lebt als Cross-Media-Journalist in Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Chefredakteur von MOVING MAN Infotainment betreut er bei netzwerk recherche die Liveblog-Redaktion. Zuvor arbeitete er unter anderem als Juniorkorrespondent für die Nachrichtenagentur JIJI Press, machte bei Deutsche Welle Station und produzierte diverse Radioformate für Lokalsender.
 

Kommentar verfassen

Dieses Interview wurde in der Radioshow am 10. April 2013 veröffentlicht.
Foto unter Creative Commons Lizenz: Mo Riza (flickr.com)

Kategorien: Politik & Gesellschaft, Fortschritt & Innovation, Kultur & Lifestyle, Berlin, Berlin
Multimedia: Podcasts, Liveblogs & Livestreams, Newsletter ("Lückenphiller")
Social-Media: Facebook, Twitter, Phil Osof bei YouTube, Phil Osof bei Instagram
mmi.fm: Über mmi.fm, Die Redaktion, Mitmachen, Unterstützen, Impressum & Kontakt
MOVING MAN Infotainment
mit freundlicher Unterstützung
des Wordpress-Teams
© 2007 - 2016