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Dienstag, 9. Februar 2016
Von: Phil Osof
 

Es ist wieder soweit. In Berlin trifft sich die Filmwelt zu den alljährlichen Filmfestspielen. In anderthalb Wochen ist es unmöglich für einen Menschen ohne Zeitmaschine, all das Angebot von Wettbewerb bis Berlinale Shorts sehen zu können. Bevor es losgeht: Hier also ein kurzer und grober Überblick darüber, was uns erwartet!

Credits: „The Show Must Go“, „Phantom from Space“ von Kevin Macleod (incompetech.com)
Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0

Statistisch gesehen werden 434 Filme innerhalb von 11 Tagen aufgeführt. Davon sind viele, viele Weltpremieren. Insgesamt wird es 1080 Filmvorführungen geben. Von den 23 Filmen im Wettbewerb konkurrieren 18 um den Goldenen und die Silbernen Bären.

Darunter zwei deutsche Produktionen: „24 Wochen“ mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel und Johanna Gastdorf und „Alone in Berlin“ von Vincent Perez mit Emma Thompson und Daniel Brühl. Aus Frankreich kommt der Film „L’avenir“ mit Isabelle Huppert. Aus Großbritannien der Debütfilm „Genius“ von Michael Grandage mit Jude Law und Nicole Kidman. Und und und.

Eröffnet wird die Berlinale wie jedes Jahr mit einer feierlichen Zeremonie. Der Eröffnungsfilm ist die starbesetzte Komödie „Hail, Caesar!“ von Joel und Ethan Coen, die die Filmwelt Hollywoods gehörig aufs Korn nimmt.

Die Satire mit George Clooney, Scarlett Johannson und Tilda Swinton wird bereits von den ersten Kritikern als „großes Popkorn-Kino“ gefeiert. Das Berlinale-Team hat den Vogel damit doppelt abgeschossen, denn natürlich werden die hochrangigen Schauspieler auch auf dem roten Teppich mit großer Freude erwartet.

Für Blitzlichtgewitter wird auch in diesem Jahr eine krasse Jury sorgen: Erstmal in ihrer langjährigen Karriere wird Meryl Streep eine Jurorenaufgabe übernehmen. Sie wird die Jury-Präsidentin sein unter anderem mit Lars Eidinger, Filmkritiker Nick James, Fotografin Brigitte Lacombe und Clive Owen über die Wettbewerbsfilme entscheiden.

In den weiteren Kategorien wird zum 30. Mal der Teddy-Award verliehen: Seit 1987 werden mit dieser Auszeichnung Filme mit schwul-lesbischen und Transgender-Hintergrund geehrt.  Es werden insgesamt 77 Dokumentarfilme gezeigt und mit Workshops, Panels und Präsentationen begleitet. Im Berlinale Forum werden unter dem Motto „Hachimiri Madness – Japanese Indies from the Punk Years“ neu digitalisierte und untertitelte japanische 8-mm-Filme aus den Jahren von 1977 bis 1990 gezeigt. Außerdem werden einige neue japanische Filme Weltpremiere feiern.

In der Kategorie Berlinale Special Series werden auch in diesem Jahr neue Serien vorgeführt. Unter anderem auch die zweite Staffel der Netflix-Serie „Better Call Saul“ – obwohl ich mich frage, wer bei diesem Filmangebot noch Zeit für eine Serie hat.

Es wird vieles thematisch um die Flüchtlingskrise und die Flüchtlingsursachen gehen. Ebenfalls in der Kategorie Forum wird der Schwerpunkt auf Filme aus dem arabischen Raum gelegt.

Bleibt noch zu erwähnen, wer dieses Jahr mit dem Goldenen Ehrenbär geehrt wird: Michael Ballhaus, der bereits 2006 die Goldene Kamera bekam, wird dieses Jahr für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In diesem Zusammenhang werden 11 Filme gezeigt, bei denen er die Kamera hielt. Unter anderem auch „Gangs of New York“ der im Anschluss an die Verleihung des Ehrenbären im Berlinale Palast läuft.

Marc-Philipp Schneider (Phil Osof) arbeitet und lebt als Cross-Media-Journalist in Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Chefredakteur von MOVING MAN Infotainment betreut er bei netzwerk recherche die Liveblog-Redaktion. Zuvor arbeitete er unter anderem als Juniorkorrespondent für die Nachrichtenagentur JIJI Press, machte bei Deutsche Welle Station und produzierte diverse Radioformate für Lokalsender.
 

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