Beitrag mit Audio  Meinungsbezogener Beitrag 
Dienstag, 24. Mai 2016
Von: Phil Osof
 

In unregelmäßigen Abständen stelle ich euch Artikel aus Zeitungen, Magazinen und Blogs, Podcasts oder Vlogs vor, die ich für besonders gut erachte. Bei der heutigen Ausgabe von „Ausgelesen“ machen wir einen kurzen Ausflug nach Berlin Mitte, müssen dann ein wenig weiter – nach Japan – und schauen uns danach ein Thema an, dass in vielen Haushalten der Welt Relevanz hat.

Es soll ja nicht immer nur um meine Beiträge oder Inhalte gehen. Darum nehme ich mich in diesem Format jenen Menschen an, die wirklich tolle Inhalte produziert und deshalb eine Würdigung verdient haben. Und ich habe herzlich gelacht:

Richtig hip essen …

… kann man inmitten der Hauptstadt bei einem Restaurant namens Daluma. Also mit hip meine ich keine pürierte Babynahrung, sondern den hippen und modernen Berliner Lebensstil, der in diesem Restauranttest von Dirk Gieselmann mehr im Vordergrund steht, als das Etablissement selbst. Das ist aber nicht weiter schlimm – das ist sogar durchaus amüsant. Der Schöneberger macht sich als gebrandmarkter „hässlichster Autor“ des Zeit-Magazins auf den Weg in das schnieke Berlin-Mitte, um sich schön zu essen. Damit wirbt nämlich das Daluma: Superfood für super trendige Menschen. Menschen, die dem Gieselmann gehörig gegen den Strich gehen. Er fühlt sich falsch in diesem fernen Stadtteil mit all den schönen Menschen mit ihren noch schöneren Hobbys. Und er wünscht sich zurück in seine eigene Nachbarschaft, in der es nicht verkehrt ist, einfach nur Erbsensuppe zu essen.

Ich trete an diesem Donnerstag also in die entsetzlich grelle Frühlingssonne hinein, die den Weinbergsweg ausleuchtet wie eine Mikroskoplampe einen Objektträger, und darauf tummeln sich Organismen, die keinen Schatten werfen und kein Geheimnis mehr haben: diese wunderschönen Menschen von Berlin-Mitte, die alle aussehen wie ihr eigenes Instagram-Selfie, mit ihren reinen Häuten und diesen Haaren, die auf ihren Köpfen liegen wie anmutige Tiere. Haben sie sich zeit ihres Lebens nur von Sonnenstrahlen ernährt? So was wie Erbsensuppe kommt ihnen womöglich ähnlich bizarr vor wie das Rezept der Aborigines, die einfach ein ganzes Känguru ins Feuer werfen und es dann aus der Asche essen. quote

Ein wirklich schön zu lesender und zynischer Artikel, erschienen im Zeit-Magazin.

[„Iss doch schön hier!“ von Dirk Gieselmann im Zeit-Magazin (online)]

Die Tattoo-Kultur in Japan …

… ist umstritten. So sehr, dass inzwischen Studios von der Polizei geschlossen werden. Für jene Künstler, die keine medizinische Ausbildung haben, wird es immer schwieriger, nicht in den Fokus zu gelangen und eventuell ihr Geschäft aufgeben zu müssen. Dabei sind Tätowierungen in Japan Teil der Kultur. Mein lieber Freund und Kollege Manuel Chillagano hat hierzu einen Artikel für Spiegel-Online geschrieben. Er selbst ist spezialisiert auf die Fotografie der Tattoo-Kultur Japans und gibt uns mit diesem Artikel Einblick in eine Welt, die für viele von uns wahrscheinlich gänzlich unbekannt ist.

Während ich euch also diesen Artikel ans Herz legen möchte, darf auch der Verweis auf Manuels Internet- und Facebook-Seite nicht fehlen. Dort findet ihr viele beeindruckende Fotos, die aus seiner Kamera stammen.

© Manuel Chillagano

© Manuel Chillagano

[„Japans Tätowierer: Kampf um die Körperkunst“ von Manuel Chillagano auf Spiegel-Online]
[Chillagano Photography auf Facebook] // [chillagano.com]

„Auf den Podcast gekommen“ …

… bin ich auch. Nämlich auf den von Frank Landschoof. In „Auf den Hund gekommen“ spricht er über – das ist auch irgendwie naheliegend – Hunde. Davon hat er zwei im Haus und mit ihnen über die Jahre einiges an Erfahrung gesammelt. Wenn man sich für Vierbeiner interessiert, ist das ein wirklich sehr schön gemachter und interessanter Podcast.

In den Episoden ab 2014 steuert auch der Hundetrainer Jochen Zimmer sein Wissen bei. Ich muss allerdings zugeben, dass ich eine dieser Episoden noch nicht gehört habe, da ich den Podcast chronologisch angehe. Dabei habe ich bereits sehr viel gelernt, denn Frank (er duzt mich im Podcast, also duze ich jetzt einfach zurück: ‚Hallo, Frank“) berichtet sehr systematisch und bedacht darüber, was man beachten muss, wenn man über die Anschaffung eines Hundes nachdenkt, ob sich dann ein privater Trainer lohnt oder ob sich ein Hundeverein eher rechnet und erzählt zum Beispiel von seinen Erfahrungen mit seinen Hunden im Urlaub.

Ich träume schon lange davon, irgendwann selbst einen treuen Kaltschnäuzer an meiner Seite zu haben. Leider werde ich wohl noch ein wenig träumen müssen, doch mir gefällt es, in der Zwischenzeit Franks ruhiger Stimme bei seinen Ausführungen zu folgen.

[Podcast: „Auf den Hund gekommen“ bei iTunes]
[Bei Facebook] // [aufdenhundgekommen.info]

Marc-Philipp Schneider (Phil Osof) arbeitet und lebt als Cross-Media-Journalist in Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Chefredakteur von MOVING MAN Infotainment betreut er bei netzwerk recherche die Liveblog-Redaktion. Zuvor arbeitete er unter anderem als Juniorkorrespondent für die Nachrichtenagentur JIJI Press, machte bei Deutsche Welle Station und produzierte diverse Radioformate für Lokalsender.
 

Kommentare & Pingbacks (2)


Auf jeden Fall, Frank! Gute Produktionen müssen belohnt werden – und vor allem gehört! 🙂


Herzlichen Dank für deinen Beitrag! Prima dass dir der Podcast auch als nicht Hundebesitzer (aber bestimmt bald!) gefällt.


 

Kommentar verfassen


Kategorien: Politik & Gesellschaft, Fortschritt & Innovation, Kultur & Lifestyle, Berlin, Berlin
Multimedia: Podcasts, Liveblogs & Livestreams, Newsletter ("Lückenphiller")
Social-Media: Facebook, Twitter, Phil Osof bei YouTube, Phil Osof bei Instagram
mmi.fm: Über mmi.fm, Die Redaktion, Mitmachen, Unterstützen, Impressum & Kontakt
MOVING MAN Infotainment
mit freundlicher Unterstützung
des Wordpress-Teams
© 2007 - 2016